AbkĂŒrzungen

  1. GJBM = GrĂŒne Jugend Berlin Mitte siehe §1.1
  2. F*INT = Frauen*, inter, nicht-binÀre und trans Personen siehe §10
  3. MV = Mitgliederversammlung siehe §4
  4. KoKreis = Koordinierungskreis siehe §5

§1 Name, Sitz und Aufbau

  1. Der Verband trĂ€gt den Namen „GRÜNE JUGEND Berlin-Mitte“. Das KĂŒrzel des Verbandes ist GJBM.
  2. Der TĂ€tigkeitsbereich der GrĂŒnen Jugend Berlin-Mitte erstreckt sich auf das Gebiet des Verwaltungsbezirks Mitte der Stadt Berlin. Der Sitz der GeschĂ€ftsstelle ist die Malplaquetstraße 7, 13347 Berlin.
  3. Der Verband steht als dessen Jugendorganisation der Partei BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen nahe, ist aber politisch und organisatorisch unabhĂ€ngig.
  4. Das Einzugsgebiet der GJBM erstreckt sich auf das Land Berlin.
  5. Die GJBM ist als eigenstĂ€ndige Basisgruppe Mitglied im Landesverband der GRÜNEN JUGEND Berlin und im Bundesverband der GRÜNEN JUGEND.

§2 Werte und Aufgaben

  1. Wir kĂ€mpfen fĂŒr eine soziale, nachhaltige und gleichberechtigte Gesellschaft an der alle Menschen gleichberechtigt teilhaben können
  2. Wir verstehen uns als eine basisdemokratische Gruppe.
  3. Wir verstehen es als unsere Aufgaben uns politisch zu bilden und Bildungsarbeit zu leisten. Außerdem beschließen wir inhaltliche Positionen auf Bezirksebene und organisieren Aktionen. Bei all diesen Prozessen versuchen wir auch Menschen außerhalb der GrĂŒnen Jugend zu erreichen und einzubinden.
  4. Zudem streben wir die Vernetzung mit verschiedenen JugendverbÀnden, -gruppen und Initiativen an, die Àhnliche Interessen verfolgen.
  5. Einen besonderen Fokus legen wir auf die Gleichberechtigung und Förderung von F*INT Personen.
  6. Genauso setzen wir uns fĂŒr DiversitĂ€t in der Bezirksgruppe ein. Besonders fördern wir Menschen mit Rassismuserfahrungen, Antisemitismuserfahrungen,
    Klassismuserfahrungen, Ableismuserfahrungen, Diskriminierungserfahrungen auf
    Grund der Religion, Menschen die eine Ausbildung machen oder bereits in einem
    Ausbildungsberuf arbeiten und/oder Betroffene von Fat-shaming.

§ 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglieder sind alle Menschen die sich der GrĂŒnen Jugend Berlin-Mitte (GJBM) zugehörig fĂŒhlen. Sie mĂŒssen unter 28. Jahre alt sein und sollten sich mit den Werten der GJBM identifizieren.
  2. Im Gegensatz zu einer Mitgliedschaft bei der GrĂŒnen Jugend Berlin muss kein Mitgliedsantrag gestellt werden.
  3. Alle Mitglieder haben vollstÀndiges Rede-, Antrags, Stimm- und Wahlrecht innerhalb der GJBM.

§4 Mitgliederversammlung (MV)

  1. Die MV ist unser oberstes, beschlussfassendes Organ. Sie setzt sich aus allen anwesenden Mitgliedern zusammen und tagt öffentlich. Wahlberechtigt sind alle Mitglieder.
  2. Die MV tritt mindestens zweimal jÀhrlich zusammen und wird vom KoKreis, alternativ von 5 Mitgliedern einberufen. Es besteht eine Ladungsfrist von 7 Tagen.
  3. Die MV
    1. bestimmt unsere Grundlinien fĂŒr die politische und organisatorische Arbeit
    2. ist ĂŒber den derzeitigen Haushalt zu informieren und kann Änderungen vornehmen
    3. beschließt ĂŒber eingebrachte AntrĂ€ge
    4. wÀhlt und entlastet den KoKreisund nimmt dessen Berichte entgegen. Die MV kann auch den gesamten KoKreis oder einzelne Mitglieder mit 2/3-Mehrheit abwÀhlen.
    5. beschließt und Ă€ndert die Satzung. Sie kann mit einer 2/3-Mehrheit beschlossen, geĂ€ndert oder aufgehoben werden, wenn der SatzungsĂ€nderungsantrag auf der Tagesordnung der MV mindestens eine Woche vor der Versammlung veröffentlicht wurde. Eine beschlossene SatzungsĂ€nderung tritt innerhalb von einem Monat in Kraft, wenn nichts genaueres in der SatzungsĂ€nderung festgelegt ist.
  4. Die BeschlĂŒsse der MV sind zu protokollieren und den Mitgliedern zugĂ€nglich zu machen.
  5. Der Vorschlag der Tagesordnung der MV ist mit der Einladung bekannt und öffentlich zu machen.
  6. Der MV steht ein quotiertes PrÀsidium vor.
  7. Eine Wahl/-ZÀhlkommission ist zu wÀhlen
  8. Die MV ist beschlussfÀhig:
    1. sobald mindestens 10 stimmberechtigte Personen anwesend sind oder
    2. die zwei vergangenen Mitgliederversammlungen nicht beschlussfÀhig waren.

§5 Koordinierungskreis (KoKreis)

  1. Der ehrenamtlich tĂ€tige KoKreis koordiniert die laufenden GeschĂ€fte im Rahmen der Satzung und der BeschlĂŒsse der MV. Er ist verantwortlich fĂŒr das Stattfinden der Aktiventreffen und verwaltet die Finanzen der GJBM.
  2. Die Amtszeit der KoKreis-Mitglieder betrÀgt ein Jahr. Jede Person darf maximal zwei volle Amtszeiten im KoKreis sein.
  3. Der Koordinierungskreis setzt sich aus vier bissechs Mitgliedern zusammen. Diese mĂŒssen sich auf mindestens eine*einen Schatzmeister*in einigen.
  4. Alle Koordinierungskreismitglieder sind gleichberechtigt.
  5. Der Koordinierungskreis muss mindestens einmal jĂ€hrlich die Arbeit der GJBM vorstellen dabei sollte ĂŒber wichtige Ereignisse, Finanzen und organisatorische Meisterleistungen berichtet werden.
  6. Der Koordinierungskreis ist quotiert zu besetzen. Dabei gelten zwei Quoten.
    1. Als erstes gilt die F*INT-Quote, durch die mindestens drei der sechs PlĂ€tze des Koordinierungskreises an F*INT Personen gehen mĂŒssen.
    2. Außerdem gilt die DiversitĂ€tsquote.
      1. Diese beinhaltet 3 PlĂ€tze, von denen ein Platz fest fĂŒr eine Person mit Rassismuserfahrungen und/oder Antisemitismuserfahrungen vorgesehen ist.
      2. Die anderen beiden PlÀtze sind offene DiversitÀtsplÀtze.
      3. DiversitĂ€tsplĂ€tze sind vorgesehen fĂŒr Menschen mit Rassismuserfahrungen, Antisemitismuserfahrungen, Klassismuserfahrungen, Ableismuserfahrungen, Diskriminierungserfahrung auf Grund der Religion, unter 18-JĂ€hrige und SchĂŒler*innen, Menschen, die eine Ausbildung machen oder in einem Ausbildungsberuf arbeiten und/oder Betroffene von Fat-Shaming.
      4. Niemensch muss begrĂŒnden, warum sie*er sich auf die DiversitĂ€tsquote bewirbt, da es nicht darum geht eine Person zu outen, sondern strukturell zu unterstĂŒtzen.
      5. Falls ihr euch nicht sicher seid, ob ihr durch die Quote gefördert werden könnt, stehen nÀhere Definitionen und Beispiele im ErklÀrungsparagraphen. Diesen findet ihr hier: (link folgt bald)
      6. Wird die DiversitĂ€tsquote nicht erfĂŒllt, bleiben die PlĂ€tze unbesetzt und es werden keine weiteren Koordinierungskreismitglieder gewĂ€hlt.
      7. Die DiversitĂ€tsquote kann mit der FINT*-Quote intersektional erfĂŒllt werden. Z.B. kann eine trans-Person mit Rassismuserfahrung beide Quoten erfĂŒllen. Somit wĂŒrde ein unquotierter Platz frei werden.
      8. Falls keine vier Menschen fĂŒr den Koordinierungskreis begeistert werden können oder ein quotierter Vorstand nicht zustande kommt, ist kein Koordinierungskreis zu wĂ€hlen und die Gruppe bleibt ohne Koordinierungskreis bis zur nĂ€chsten MV.
  7. Falls sich keine vier Menschen fĂŒr den KoKreis bewerben oder ein quotierter KoKreis nicht zustande kommt, ist kein KoKreis zu wĂ€hlen und die GJBM bleibt ohne KoKreis bis zur nĂ€chsten MV.
  8. Sollten Mitglieder aus dem KoKreis zurĂŒcktreten oder abgewĂ€hlt werden und die F*INT-Quote dadurch unter 50% fallen, so
    1. ist die Position bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung neu zu wĂ€hlen oder
    2. eine nicht-F*NIT-Person tritt freiwillig zurĂŒck

§6 Allgemeine Bestimmungen

  1. Personenwahlen sind immer geheim durchzufĂŒhren.
  2. SatzungsĂ€nderungen und Abstimmungen sind im Allgemeinen offen durchzufĂŒhren.
    1. Auf Antrag eines anwesenden stimmberechtigten Mitgliedes wird eine Abstimmung geheim durchgefĂŒhrt.
  3. Die Auflösung des Verbandes kann nur durch eine eigens dafĂŒr einberufene Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit beschlossen werden.
  4. Bei WortbeitrĂ€gen wird eine quotierte Redeliste gefĂŒhrt, bei der, unter BerĂŒcksichtigung der Reihenfolge der Wortmeldungen, mindestens jeder zweite Beitrag einer F*INT-Person zu erteilen ist.
    1. Wenn sich nicht genĂŒgend F*INT-Personen fĂŒr eine quotierte Redeliste melden, dann wird die Redeliste abgebrochen.
    2. Alternativ können F*INT-Personen ein F*INT-Quorum ausrufen. Bei diesem stimmen die anwesenden F*INT-Personen ĂŒber die Schließung der Redeliste ab.

§7 Aktiventreffen

  1. Das Aktiventreffen ist unser gemeinsames Treffen, welches wir nutzen um uns mit politischen und/oder gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und/oder uns besser gegenseitig kennenzulernen.
  2. Wir streben es an uns einmal wöchentlich zu treffen.
  3. Jedes Mitglied ist dazu eingeladen ein Aktiventreffen zu organisieren. Falls sich fĂŒr die Organisation kein Mitglied findet, ĂŒbernimmt der KoKreis diese Aufgabe. Bei der Planung sowie Organisation sind unsere Frauen-Inter-Trans*-Statute zu beachten, sowie dass §2 nicht zuwider gehandelt werden darf.
  4. Ein Aktiventreffen ist beschlussfÀhig sobald mindestens 5 Mitglieder anwesend sind.
  5. BeschlĂŒsse können gemeinsam beim Aktiventreffen erarbeitet und beschlossen werden. Falls sie schon vor dem Aktiventreffen ausgearbeitet wurden, mĂŒssen sie Mitgliedern vor dem Aktiventreffen zugĂ€nglich gemacht werden. Mit einem erfolgreichen GeschĂ€ftsordnungsantrag kann ein Beschluss auch verschoben werden.
  6. Das Aktiventreffen darf mit seinen Entscheidungen nicht BeschlĂŒssen der Mitgliederversammlung widersprechen.
  7. Die BeschlĂŒsse der Aktiventreffen sind zu protokollieren.

§ 9 Gruppen

  1. Um sich mit einem Thema zu beschĂ€ftigen oder eine bestimmte Aufgabe zu erfĂŒllen, können sich Gruppen bilden.
  2. Wenn verantwortliche Person fĂŒr diese Gruppe gewĂ€hlt werden muss dies nach dem F*INT Statut geschehen.
  3. Gruppen mĂŒssen fĂŒr alle Mitglieder zugĂ€nglich gemacht werden.

§10 Frauen-Inter-Trans*statut der GRÜNEN JUGEND Berlin Mitte

  1. Das Frauen-Inter-Trans*statut der GRÜNEN JUGEND Berlin Mitte leitet sich aus dem Frauen-Inter-Trans*statut der GRÜNEN JUGEND Berlin ab. Es ist inhaltlich gleich und an entsprechenden Stellen an die Struktur einer Basisgruppe anzupassen.
  2. Die GRÜNE JUGEND Berlin-Mitte strebt an, alle Veranstaltungen divers zu gestalten.
    1. Dies bedeutet, dass als Referent*innen immer FIT*-Personen und marginalisierte Personen bevorzugt werden.
    2. Bei allen Veranstaltungen mit mehr als einer Referent*in muss eine Quotierung von mindestens 50 % FIT*-Personen eingehalten werden.
    3. Ist dies nicht der Fall, kann die Veranstaltung nicht stattfinden.
    4. Bei Podiumsdiskussionen und Àhnlichen Veranstaltungen werden Expert*innen und moderierende Personen getrennt quotiert.
    5. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass höchstens zwei cis mĂ€nnliche externe Referierende aufeinander folgend zu Aktiventreffen eingeladen werden dĂŒrfen und mindestens 50 % aller in einem Quartal zu Aktiventreffen eingeladener Referierender FIT*-Personen sind.