Liebe Freund*innen,

 

Für mich hat es lange gedauert bis ich mich politisch engagiert habe. Das hatte allerdings nichts mit fehlendem Interesse oder Motivation zu tun. Vielmehr habe ich mich nie repräsentiert gesehen. Weder gab es viele junge Poltiker*innen, noch solche, die eine Migrationsgeschichte in ihrem Lebenslauf hatten. Das muss sich ändern.

Ich möchte, dass alle Menschen in unserem diversen Bezirk das Gefühl haben können, dass ihre Perspektive in der BVV repräsentiert wird.

 

Deshalb bewerbe ich mich für einen Listenplatz der Bezirksverordnetenversammlung in Mitte.

Gesundheit geht uns alle an.

Im letzten Jahr haben wir genau das als Gesellschaft gemerkt. Ich erlebe dies schon seit meiner Jugend. Als Arbeiterkind, Tochter einer Krankenschwester und nun als Pflegefachperson selbst, sehe ich jeden Tag welchen Unterschied gute Gesundheitsversorgung im Leben von Menschen machen kann.

Die Sicherheit zu wissen, wie man seine eigene und die Gesundheit der Menschen, die einem am nächsten stehen, schützen kann, ist essentiell.

Diese Aufgabe ist meiner Ansicht nach eine grundlegende Herausforderung unserer Zeit. Deshalb muss Aufklärung und Beratung, auch im Bezirk, in unserem Fokus stehen.

Dabei muss aber auch klar sein, dass Wissen nicht für alle Menschen gleich zugänglich ist. Wir müssen Gesundheitskompetenz endlich für alle Menschen in unserem Bezirk ermöglichen. Das funktioniert nur, wenn wir uns mit Konzepten wie leichter Sprache auseinandersetzen und unsere Angebote übersetzen.

Zusätzlich muss nicht nur das Wissen um Gesundheit, sondern natürlich auch die Versorgung selbst, jeder Person in unserem Bezirk ermöglicht werden. Deshalb müssen wir die bereits bestehenden Angebote ausbauen und mehr Kooperationen initiieren, damit Versorgungslücken geschlossen werden.

 

Intersektionale feministische Politik auf allen Ebenen

Wir brauchen in unserem Bezirk mehr strukturelle Veränderung, um Ungleichheiten aufgrund von Gender, biologischem Geschlecht, sexueller Orientierung, Fähigkeiten, der Herkunft und sozio-ökonimischem Status, aufzulösen.

Unsere Verwaltung und die Führungspositionen dieser müssen diverser werden.

Es braucht mehr Schutzräume für marginalisierte Gruppen, damit sie unsere Hilfsangebote überhaupt annehmen können. Wir müssen endlich dafür sorgen, dass Hygiene- und Periodenprodukte in allen öffentlichen Räumen und Schulen zur Verfügung stehen. Außerdem müssen wir sicher stellen, dass Sexarbeit in unserem Bezirk langfristig geschützt und nicht verdrängt wird.

Ich möchte zusammen mit euch junge, grüne, solidarische Politik für unseren Bezirk gestalten. Für eine bessere Zukunft für uns alle!

Eure Shirin

 

Shirin

  • Spitzenvotenträgerin der Grünen Jugend Berlin Mitte
  • 23 Jahre und Gesundheits- und Krankenpflegerin

 

Politisches und soziales Engagement:

  • Engagement beim Walk of Care in Berlin mit Fokus auf Gesundheitspolitik
  • Seit 2021 Teil des Koordinierungskreises der Grünen Jugend Berlin Mitte
  • Seit 2017 Engagement im Berufsverband DBfK
  • Mitarbeit bei der Evaluation der Clearingstelle für nichtversicherte Menschen in Berlin

Interessen:

In meiner Freizeit lese ich gerne genreübergreifend, kümmere mich um meinen Balkongarten, gehe mit meinem Hund an der Spree spazieren oder probiere neue Köstlichkeiten in unserem Bezirk.