Liebe Freund*innen,

Berlin ist mein Zuhause. Hier bin ich groß geworden, hier wurde ich geprägt und hier schlägt mein Herz. Ich durfte Teil von vielen politischen Bewegungen sein, meine Stimme auf der Straße laut werden lassen und viel Zeit in verschiedensten progressiven, selbstverwalteten Jugendzentren verbringen. In den letzten Jahren musste ich nun erleben, wie immer mehr dieser Freiräume zwangsgeräumt wurden. Orte der Jugend und Schutzräume wurden genommen und für Alternativen ist wenig Wille zu erkennen. Doch diese Orte sind für junge Menschen und den gesamten Bezirk Mitte eine Chance. Sie bieten Raum für Sport, Kultur und politische Bildung und stärken eine solidarische Nachbar*innenschaft. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir diese Chance erkennen und nutzen, auch hier in unserem Bezirk.

 

Der Jugend zuhören und ihre Meinungen und Forderungen mit einbringen ist ein Aspekt von Vielfalt. Es gehört aber noch sehr viel mehr zu Vielfalt dazu. Vielfalt fördern heißt, dass alle Menschen gleichberechtigt sind und die gleichen Chancen haben, unabhängig ihrer Herkunft, Staatsangehörigkeit, Religion, ihres sozio-ökonomischen Status, Geschlechtes, des Bildungsabschlusses, ihrer sexuellen Orientierung, körperlichen und geistigen Gegebenheiten, ihres Alters, Aussehens und Gewichtes. Ich möchte, dass alle Menschen aktiv an der Gesellschaft teilhaben und selbstbestimmt leben können. Doch dafür müssen wir unseren Fokus verstärkt auf Vielfalt setzen. Wir brauchen ein*e Vielfaltspolitische*n Sprecher*in, Aufklärungsarbeit, Schutz- und Begegnungsräume und müssen Machtstrukturen in der Politik, der Verwaltung und im Alltag abbauen. Energie und Ideen dafür besitze ich viele, jetzt ist es an der Zeit diese auch umzusetzen.

 

Außerdem möchte ich mich für Soziale Gerechtigkeit einsetzen. Die Diskriminierung auf Grund der sozialen Herkunft (Klassismus) beschäftig mich und die Grüne Jugend Berlin Mitte schon sehr lange. Bis heute kann ich nicht begreifen, warum nicht aktiver gegen Obdachlosigkeit vorgegangen wird und Menschen in Not so wenig geholfen wird. Stattdessen werden sie in andere Bezirke vertrieben werden und feindliche Architektur wird aufgebaut. Dies bedeutet, dass zum Beispiel Bänke so gebaut werden, dass keine Person auf ihnen schlafen kann. So sieht für mich keine soziale Gesellschaft aus und das ist für mich auch keine grüne Politik.

 

Ich möchte mich dafür stark machen, dass es bessere und bezirksübergreifende Konzepte gibt, um Menschen in Not zu unterstützen. Projekte wie „Housing first“ machen es vor, jetzt gilt es sie zu unterstützen. Dazu braucht es mehr Duschmöglichkeiten, mehr Schlafplätze (speziell mit geschützten Räumen für besonders schutzbedürftige Personen), mehr psychologische und medizinische Betreuung.

 

Das Thema „Soziale Gerechtigkeit“ geht Hand in Hand mit gesundem Leben. Durch mein Medizinstudium, mein Engagement bei den „Kritischen Mediziner*innen“ und meiner Arbeit im Krankenhaus komme ich viel in Kontakt mit gesundheitspolitischen Themen und kann sie in mein politisches Engagement einbauen. Das Thema Gesundheit ist ein globales Thema und greift in fast alle Bereiche politischer Arbeit ein. Diese Erfahrung möchte ich auch in die BVV einbringen.

 

Ich würde mich sehr über eure Unterstützung freuen, solidarische Grüße, eure Lucie

Lucie Schröder

  • Spitzenvotenträgerin der Grünen Jugend Berlin Mitte
  • 21 Jahre und Medizin Studentin an der Charité

 

Politisches und soziales Engagement:

  • Engagement in einem Begegnungscafé und bei der Lebenshilfe e.V.
  • Seit 2020 Teil des Koordinierungskreises der Grünen Jugend Berlin Mitte
  • Engagement bei den Kritischen Mediziner*innen Berlin mit Fokus auf sozialer Gesundheitspolitik