Am Mittwoch dem 17. Juni 2018 haben wir in Unterstützung an der Streikdemonstration der studentischen Beschäftigten in Berlin teilgenommen. Diese befinden sich aktuell in einem zweiwöchigen Streik nachdem sie seit etwa zwei Jahren mit den Universitäten, ihren Arbeitgebern, um bessere Arbeitsbedingungen gerungen haben. Mehr Informationen hier: https://tvstud.berlin/. Wir haben uns geschlossen mit ihnen solidarisiert. Im Folgenden findet ihr unser Grußwort (in leicht abgeänderter Fassung), dass Jelisa und Henry ausgesprochen haben:

Wir, die Grüne Jugend Berlin-Mitte, unterstützen den Arbeitskampf, den die studentischen Beschäftigten führen, voll und ganz.

Der Reallohnverfall der Studierenden, die an den Universitäten in Berlin arbeiten, ist insbesondere angesichts exorbitant gestiegener Lebenserhaltungskosten nicht hinzunehmen, sonder langfristig so zu begegnen, wie es bei allen Beschäftigten an Berliner Unis auch der Fall ist. Mit regelmäßigen Inflationsausgleichen. Wir erkennen den Mehrwert des Sondermodells „studentischer Beschäftigter“ auf Seiten der Uni wie auch der Studierenden an und akzeptieren dahingehend geringere Bezahlung zu Gunsten einer häufigeren Anstellung, sofern dies in den Bereichen Forschung und Lehre und nicht etwa in Verwaltung oder IT der Fall ist. Gleichwohl rechtfertigt diese Sonderstellung in keiner Weise das Vorenthalten angemessener Arbeitsbedingungen.

Seit dem 4. Juni streiken die studentischen Beschäftigten der Berliner Universitäten. Die Grüne Jugend Mitte unterstützen den Arbeitskampf, den die studentischen Beschäftigten führen und sprechen unseren Respekt für ihren langen Atem und ihr bewundernswertes Engagement aus.

Für uns ist die Ausbeutung studentischer Beschäftigter aber auch ein Beispiel von vielen, bei denen sich junge Menschen mit ungerechter Teilhabe konfrontiert sehen.
Die 25-29 jährigen verdienen heute 1/4 weniger als noch vor 30 Jahren gemessen am Durchschnittseinkommen! Das ist ein Skandal und muss auch als solcher benannt werden. Wir erleben nicht nur eine Öffnung der Schere zwischen arm und reich, sondern auch zwischen jung und alt.

In den letzten Jahren wurde Politik bestimmt nicht für uns gefahren. Deregulierung und Flexibilisierung des Arbeitsmarktes bekommen nicht etwa gut situierte 40/50-Jährige, sondern wir, die wir neu auf den Arbeitsmarkt treten, zu spüren, wenn wir mit befristeten Arbeitsverträgen und miserabler Bezahlung zu kämpfen haben.
Wir, die jungen Menschen, wollen keine kaputte Umwelt, kein dysfunktionales Rentensystem und keine ungerechte Wohlstandsverteilung. Wir wollen nur, was uns zusteht und dafür müssen wir kämpfen, denn niemand wird es uns geben.